Lammschlucht: Wer A sagte, muss jetzt B sagen…

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Der Vorstand der wirtschaftspolitischen Organisation AWG – «Aktiv in Wirtschaft und Gesellschaft» – empfiehlt ein Ja zur zweiten Sanierungsetappe Lammschlucht, der Strasse zwischen Schüpfheim und Flühli. Abgestimmt wird am 8. März 2026.

AWG-Präsident Josef Wyss erklärt namens des Vorstandes zur Lammschlucht-Vorlage: «Wer A gesagt hat, muss jetzt auch B sagen, sonst macht das Ganze keinen Sinn.» Er spielt damit auf die erste Etappe der Sanierung der Strasse zwischen Schüpfheim und Flühli an. Die erste Etappe «Chlusboden» für 26 Millionen Franken wurde 2021 vom Stimmvolk bewilligt und ist im Herbst 2025 fertiggestellt worden. «Jetzt ist es Zeit für die zweite Etappe, sonst macht das ganze keinen Sinn», erklärt Michael Kurmann, Vorstandsmitglied der AWG und Präsident der kantonsrätlichen Kommission für Raumplanung und Energie.

Viel Geld – aber berechtigt

Bei der zweiten Etappe – der Abschnitt «Lammschlucht» - geht es um die Eliminierung von Steinschlagstellen und engen Kurven zwischen Unter Lammberg bis Unter Tendli. Die Kosten belaufen sich auf 37,9 Millionen und werden nach einem Volks-Ja zwischen 2026 und 2030 umgesetzt. In einigen Jahren wird noch die dritte und letzte Etappe – «offene Strecke» - für weitere 13 Millionen Franken folgen. «Nach A und B muss dann der Kantonsrat auch C sagen», sagt Kurmann augenzwinkernd. Die 13 Millionen Franken liegt in der Kompetenz des Parlaments. «Wir von der AWG stehen dazu, dass insgesamt 77 Millionen Franken in die Strasseninfrastruktur des Entlebuchs investiert werden.»

Für Gewerbe und Tourismus

Für den AWG-Vorstand sind sichere und funktionierende Verkehrsverbindungen für das Gewerbe unverzichtbar und von wirtschaftlicher Relevanz. Ob in der Stadt oder auf dem Land. In diesem spezifischen Fall handelt es sich auch um eine Investition in den Tourismus. Wyss: «Sörenberg und Flühli sind Perlen des Entlebuchs und Hotspots des Luzerner Tourismus.» Die Erreichbarkeit müsse ganzjährig gewährleistet sein, sonst steht der Tourismus still. «Das wäre für die Regionalwirtschaft fatal.».

kurmann michael


«Wir von der AWG stehen dazu, dass insgesamt 77 Millionen Franken in die Strasseninfra-struktur des Entlebuchs investiert werden»

Michael Kurmann, Vorstand AWG/Kantonsrat

josef wyss


«Sörenberg und Flühli sind Perlen des Entlebuchs und Hotspots des Luzerner Tourismus.»

Josef Wyss, Präsident AWG Luzern

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