Steuereinnahmen internationaler Konzern sind wichtig

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«Standortförderung ist im Interesse von uns allen», sagte Regierungsrat Fabian Peter an einer Infoveranstaltung. Bleiben die Konzerne im Kanton Luzern, sichern sie Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, Aufträge für KMU und den Wohlstand. Der Anlass wurde von der AWG mit KGL, IFU und IHV organisiert.

 Am 27. September 2026 stimmt das Luzerner Volk über die sogenannte «Weiterentwicklung der Standortförderung» ab. Dabei handelt es sich um eine raffinierte Antwort auf die Mehreinnahmen aus der OECD-Steuerreform, wie den Ausführungen des zuständigen Regierungsrats entnommen werden konnte.

Zusätzliche Einnahmen

Regierungsrat Fabian Peter nannte Zahlen: «Seit 2015 sind die Steuererträge der juristischen Personen von 94 auf 429 Millionen Franken gestiegen, also eine Vervierfachung.» Daran leisten die internationalen Konzerne den Mammutanteil. Durch die neue OECD-Mindeststeuer erhalte der Kanton Luzern zusätzliche Einnahmen (250 Millionen im Jahr 2026). Für dessen kluge Verwendung schnürte die Regierung ein Massnahmenpaket von dem Wirtschaft, Gemeinden, Kanton und Bevölkerung profitieren, etwa mit einer Steuersenkung. «Luzern will verhindern, dass die Konzerne wegziehen und mit ihnen Arbeitsplätzen und Steuerabgaben», so Peter.

Anreize für KMU und Konzerne

Kern der Volksabstimmung ist der Luzerner Innovationsbeitrag LIB. «Mit dem LIB können Projekte aller Luzerner Firmen in Forschung und Innovation unterstützt werden», sagte Patrik Wermelinger, Direktor der Wirtschaftsförderung Luzern. Er gab einen Einblick in den heute hart geführten Standortwettbewerb: «Leute aus Singapur reisen jedes Jahr auch in die Schweiz und werben mit attraktiven Vorteilen für die Verlagerung von wertschöpfungsstarken Unternehmensfunktionen nach Singapur.» Deshalb brauchen die ansässigen Firmen attraktive Bedingungen, damit wertschöpfungsstarke Funktionen weiterhin am Standort Luzern verankert bleiben und nicht verlagert würden.

Pro und Contra diskutiert

Dass die Vorlage nicht unumstritten ist, zeigte die Podiumsdiskussion unter der Leitung von Alexander von Däniken, Chefreporter der Luzerner Zeitung. Die Chefs der linken Fraktionen im Kantonsrat – Simone Brunner, SP; Samuel Zbinden, Grüne – warnten vor Abhängigkeiten. Demgegenüber plädierten die Kantonsräte Adrian Nussbaum, Die Mitte, und Roland Küng, SVP für eine ganzheitliche Sicht. «Für Steuereinnahmen und Wohlstand brauchen wir vitale KMU und starke Konzerne.»

Im Interesse der Luzerner KMU

«Vielleicht sind Sie erstaunt, dass ich mich als KGL-Präsidentin, also des Verbandes der KMU, für die Vorlage ausspreche», sagte Chantlal Brauchli, Präsidentin des KMU- und Gewerbeverbands. Doch KMU und Konzerne dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. «Internationale Unternehmen beschäftigen Mitarbeitende, beziehen Leistungen, tätigen Investitionen und arbeiten mit regionalen Betrieben zusammen.» Diesen Bogen machte auch Martin Zemp von der organisierenden AWG (Aktiv in Wirtschaft und Politik): «Dass der Kanton Luzern heute wirtschaftlich eine Erfolgsgeschichte ist, verdanken wir den vielen innovativen, verlässlichen KMU, die seit Jahrzehnten Arbeitsplätze schaffen, aber auch den Konzernen, die sich bewusst für den Kanton Luzern entschieden haben.» Sie bringen laut Zemp Wertschöpfung, Know-how und qualifizierte Arbeitsplätze in den Kanton

AWG Luzern Zemp Brauchli Peter Wermelinger

Sie informierten, von links: Martin Zemp, Chantal Brauchli, Fabian Peter, Patrik Wermelinger

AWG Luzern Zbinden von Dniken Brunner Kng Nussbaum

Sie diskutierten, von links Samuel Zbinden, Alexander von Däniken, Simone Brunner, Roland Küng und Adrian Nussbaum.

Impressionen

Bilder: Jan Pegoraro

Tags: Parolen

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